Naturdenkmal - Fällung notwendig

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Johann Gerstl und Bgm. Franz Holzer

Fällung der über 220 Jahre alten Linde in der Bergstraße – Naturdenkmal aus Verkehrssicherheitsgründen nicht zu erhalten.

Mit großem Bedauern informiert die Stadtgemeinde Gföhl über die bevorstehende Fällung der markanten Linde in der Bergstraße, die seit Generationen das Straßenbild prägte. Der Baum, dessen Alter auf über 220 Jahre geschätzt wird, wurde 1962 offiziell zum Naturdenkmal erklärt und war seither ein bedeutendes Symbol für Naturverbundenheit und Heimatgeschichte.

Linde 1980Die Linde in der Bergstraße 1980 - aufgenommen von Karl Braun.


Ein aktuelles Gutachten des Amtssachverständigen vom Amt der Landesregierung Abteilung Forstwirtschaft bestätigt nun jedoch, dass die Linde „stark geschädigt und nicht mehr verkehrssicher“ ist. Die Vitalität des Baumes hat in den vergangenen Jahren deutlich nachgelassen. Trotz regelmäßiger Kontrollen und pflegerischer Maßnahmen ist eine Wiederherstellung der Verkehrssicherheit nicht mehr möglich, sodass eine Fällung aus Gründen der öffentlichen Sicherheit unumgänglich ist. Mit Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Krems vom 03.07.2025 wurde die Erklärung zum Naturdenkmal gemäß § 12 Abs. 8 Naturschutzgesetz 2000 widerrufen.


Ein Baum am StraßenrandDer Gesamtzustand der Linde wurde als "stark geschädigt" und nicht mehr verkehrssicher eingeschätzt. 


„Wir haben alle Optionen sorgfältig geprüft und den Baum über viele Jahre intensiv begleitet“, erklärt Bürgermeister Bmstr. Ing. Franz Holzer, „Die Entscheidung zur Fällung kam nicht überraschend, fällt uns dennoch nicht leicht, insbesondere weil es sich um ein eingetragenes Naturdenkmal handelt. Doch der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität.“


Die Fällarbeiten sind für den 21. Juli geplant und werden unter Berücksichtigung aller naturschutzrechtlichen Vorgaben durchgeführt. Gleichzeitig ist eine Nachpflanzung in enger Abstimmung mit dem Sachverständigen und in Zusammenarbeit mit der heimischen Baumschule Pernerstorfer vorgesehen. Darüber hinaus arbeitet die Stadt an einem umfassenden Konzept zur Nachpflanzung bereits gefällter ortsbildprägender Bäume, um langfristig das grüne Erbe der Gemeinde zu sichern und für kommende Generationen erlebbar zu machen.